Innentäter-Management: Interview mit Referentin Susann Bartels
Insider-Risiken sind längst keine Randerscheinung: Laut Bitkom Wirtschaftsschutzstudie 2025 gehen 23 % der Schäden durch Datendiebstahl, Wirtschaftsspionage und Sabotage auf vorsätzlich handelnde interne Beschäftigte zurück. Gleichzeitig rücken Vorgaben wie NIS2 und CER das Risikomanagement stärker in die Verantwortung von Führung und Management. Für Organisationen bedeutet das: Risiken aus dem eigenen Inneren müssen ebenso systematisch erkannt, bewertet und gesteuert werden wie externe Bedrohungen.
Im Interview beantwortet Referentin Susann Bartels zentrale Fragen rund um den Workshop „Innentäter-Management". Sie zeigt, warum Insider-Risiken nicht allein ein IT- oder Security-Thema sind, sondern im Zusammenspiel von Mensch, Organisation und Technologie entstehen. Außerdem erläutert sie, wie Unternehmen typische blinde Flecken erkennen, frühe Warnsignale besser einordnen und Insider-Risiken fundierter gegenüber Management und Fachbereichen bewerten können.

Warum ist das Thema gerade jetzt wichtig?
23 % der Schäden durch Datendiebstahl, Wirtschaftsspionage und Sabotage werden laut Bitkom Wirtschaftsschutzstudie 2025 durch vorsätzlich handelnde interne Beschäftigte verursacht. Insider-Risiken sind damit keine Randerscheinung, sondern eine eigenständige Risikokategorie. Gleichzeitig machen NIS2 und CER Risikomanagement zunehmend zur Führungsverantwortung. Risiken müssen verstanden, bewertet und aktiv gesteuert werden – und genau das erfordert mehr als technische Kontrollen.
Welchen Vorteil hat man, wenn man dein Seminar besucht – gegenüber Kollegen ohne diese Ausbildung?
Teilnehmende entwickeln einen strukturierten und ganzheitlichen Blick auf Insider-Risiken. Sie verstehen das Zusammenspiel von Mensch, Organisation und Technologie, erkennen typische blinde Flecken und können Risiken fundierter bewerten sowie gegenüber Management und Fachbereichen überzeugend vertreten.
Welche Denkweise müssen Teilnehmer vielleicht zuerst ablegen, um wirklich Fortschritte zu erzielen?
Teilnehmende entwickeln einen strukturierten und ganzheitlichen Blick auf Insider-Risiken. Sie verstehen das Zusammenspiel von Mensch, Organisation und Technologie, erkennen typische blinde Flecken und können Risiken fundierter bewerten sowie gegenüber Management und Fachbereichen überzeugend vertreten.
Welche Fähigkeit wird in deinem Bereich systematisch unterschätzt?
Die Fähigkeit, frühe Warnsignale und organisatorische Risikodynamiken zu erkennen. Risiken entstehen oft lange vor einem Vorfall – etwa durch Konflikte, Frustration, Unterbewertung oder Überforderung. Führungskräfte und Mitarbeitende dafür zu sensibilisieren, wird häufig unterschätzt, obwohl genau darin ein wichtiger Hebel für Prävention und Resilienz liegt.
Was lernen Teilnehmer bei dir, das sie so in keinem Lehrbuch finden?
Einen klaren Perspektivwechsel: Insider-Risiken sind kein reines IT- oder Security-Thema, sondern entstehen im Zusammenspiel von menschlichem Verhalten, organisatorischen Strukturen und fehlender Risikotransparenz. Genau diese Verknüpfung wird in klassischen Sicherheitsansätzen oft übersehen.
Was werden Teilnehmer die Woche nach dem Seminar im Job anders machen?
Sie werden kritischer auf bestehende Sicherheitsmaßnahmen schauen und sich fragen: Welche Insider-Risiken sehen wir heute eigentlich nicht? Wie können wir sie erkennen? Und wer trägt die Verantwortung dafür? Genau diese Fragen sind häufig der Ausgangspunkt für ein deutlich reiferes Risikomanagement.
Sie möchten den Workshop buchen? Das ist der nächste Termin:
- 22. Oktober 2026 | Online
Weitere Informationen zum Lehrgang und die Möglichkeit zur Buchung finden Sie hier:
Innentäter-Management | Bitkom Akademie
