NIS-2 Beauftragter: Interview mit 
Referent Ali Tschakari

Mit der NIS-2-Richtlinie und dem deutschen NIS-2-Umsetzungsgesetz (NIS2UmsuCG) steigen die Anforderungen an Cybersicherheit, Risikomanagement und Incident-Handling deutlich. Unternehmen und Behörden müssen ihre Betroffenheit korrekt einordnen, technische und organisatorische Maßnahmen umsetzen sowie belastbare Governance- und Meldeprozesse etablieren.

Im Interview beantwortet Referent Ali Tschakari zentrale Fragen rund um den Zertifikatslehrgang „NIS-2 Beauftragter“. Er erläutert, wie Risikoanalysen, Meldepflichten und Sicherheitsmaßnahmen praxisgerecht umgesetzt werden und welche Anforderungen an Lieferketten, Dienstleister und interne Verantwortlichkeiten gelten. Zudem zeigt er, welche Kompetenzen die Teilnehmenden erwerben, um NIS-2 strukturiert umzusetzen und dauerhaft in der Organisation zu verankern.

 

Warum ist das Thema gerade jetzt wichtig?


Mit dem NIS2UmsuCG treffen erstmals unmittelbare gesetzliche Cybersicherheitspflichten auch Unternehmen, die das Thema bislang gar nicht auf dem Schirm hatten. Betroffen sind nicht mehr nur klassische KRITIS Betreiber, sondern auch viele Mittelständler entlang kritischer Lieferketten. Hinzu kommt die persönliche Verantwortung der Geschäftsleitung für die Umsetzung. Das verändert die Dynamik in den Unternehmen spürbar und macht NIS-2 zu einem Top-Thema auf Vorstandsebene.


Was lernen Teilnehmer bei dir, das sie so in keinem Lehrbuch finden?


Ich begleite als externer Informationssicherheits-, KI- und Datenschutzbeauftragter und als Auditor laufend Unternehmen bei Managementsystemen und regulatorischen Prüfungen. Im Seminar fließt genau das ein, was im Gesetzestext nicht steht: wo Projekte typischerweise scheitern, welche Maßnahmen in Audits tatsächlich standhalten und wie man interne Widerstände auflöst. Wir arbeiten an konkreten Fällen statt an abstrakten Anforderungen.


Welche Denkweise müssen Teilnehmer vielleicht zuerst ablegen, um wirklich Fortschritte zu erzielen?


Die Erwartung, dass es eine fertige Checkliste gibt, die man einmal abarbeitet und dann das Thema vom Tisch ist. NIS-2 funktioniert anders. Informationssicherheit ist ein dauerhafter Managementprozess mit Nachweisen, Pflege und kontinuierlicher Anpassung an neue Bedrohungslagen. Wer das verinnerlicht, kommt operativ und regulatorisch deutlich weiter als jeder, der nur einen Status quo dokumentiert.
 

Was werden Teilnehmer die Woche nach dem Seminar im Job anders machen?


Sie wissen konkret, ob und wie ihr Unternehmen betroffen ist und welche Pflichten sich daraus ableiten. Die meisten gehen mit einer ersten Priorisierung der Handlungsfelder zurück in den Betrieb und starten direkt mit einer Gap Analyse oder einem strukturierten Umsetzungsplan für die nächsten Monate. Genauso wichtig: Sie können das Thema souverän in Richtung Geschäftsleitung kommunizieren und Verantwortlichkeiten sauber zuschneiden.
 

Sie möchten den Lehrgang buchen? Das sind die nächsten Termine:

  • 16. September - 21. September 2026 | Online
  • 07. Dezember - 11. Dezember 2026 | Online

Weitere Informationen zum Lehrgang und die Möglichkeit zur Buchung finden Sie hier:
NIS-2 Beauftragter | Bitkom Akademie