Weiterbildungsstudie 2026: Zwischen Anspruch und Realität

Wie blicken Arbeitgeber und Beschäftigte auf Weiterbildung und wo unterscheiden sich ihre Perspektiven? Die neue Weiterbildungsstudie 2026 der Bitkom Akademie stellt erstmals beide Seiten direkt gegenüber.

Die Ergebnisse zeigen: Weiterbildung hat auf beiden Seiten einen hohen Stellenwert. 82 % der Unternehmensleitungen sehen sie als zentralen Hebel für die Transformation, 85 % der Berufstätigen als festen Bestandteil ihrer Arbeit.

Gleichzeitig wird deutlich, dass Anspruch und betriebliche Realität nicht immer zusammenpassen. 77 % der Unternehmensleitungen setzen auf Weiterqualifizierung, um veränderten Kompetenzanforderungen zu begegnen. Doch nur 21 % der Beschäftigten werden von ihrer Führungskraft aktiv auf Weiterbildung angesprochen.

Auch bei den gefragten Kompetenzen setzen beide Seiten unterschiedliche Schwerpunkte: Während 79 % der Unternehmensleitungen zunehmend auf KI-Kompetenzen setzen, stehen für Beschäftigte vor allem Kommunikation und Selbstorganisation mit jeweils 93 % im Fokus.

KI prägt dabei nicht nur die Kompetenzanforderungen, sondern auch die Wahrnehmung der eigenen beruflichen Zukunft: 38 % der 16- bis 29-Jährigen haben Sorge, im eigenen Job durch KI ersetzt zu werden.

Die Studie zeigt, wo Arbeitgeber und Beschäftigte übereinstimmen, wo Wahrnehmungen auseinandergehen und welche Themen die betriebliche Weiterbildung aktuell prägen.

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