Smart Country Convention (SCCON) 2026:
Workshop: Digitale Souveränität
13.10.26 | 11:00 - 13:00 Uhr | hub27 (Raum Gamma 6)
Thema
Digitale Souveränität ist längst kein Nischenthema mehr. Ob KI-Modelle, auf die plötzlich nur noch bestimmte Länder Zugriff haben, Diskussionen um den CLOUD Act oder die wachsende Abhängigkeit von wenigen großen Technologieanbietern: Unternehmen sind heute stärker denn je von einer globalen digitalen Lieferkette abhängig.
Die Herausforderung dabei: Digitale Souveränität ist kein binärer Zustand, den man hat oder eben nicht. In der Praxis geht es darum, sechs unterschiedliche Risikokategorien gleichzeitig zu managen: Cyber-Verwundbarkeit, Betriebsunterbrechungen, Know-how-Verlust, regulatorische Risiken, Denial-of-Access und Vendor Lock-in. Für jedes dieser Risiken gibt es bewährte Gegenmaßnahmen – die jedoch neue Abhängigkeiten schaffen können. Digitale Souveränität bedeutet deshalb nicht nur, diese Risiken zu reduzieren, sondern auch die unvermeidlichen Zielkonflikte zwischen Risiken, Kosten und Wettbewerbsfähigkeit zu verstehen und für die eigene Organisation sinnvoll auszubalancieren.
Der Workshop vermittelt ein Denkmodell für digitale Souveränität. Statt einzelne Technologien, Anbieter oder Interessen isoliert zu betrachten, lernen die Teilnehmenden, digitale Souveränität als Optimierungsaufgabe zwischen Risiko, Kosten und Leistungsfähigkeit zu verstehen. Sie erhalten einen Überblick über die sechs zentralen Souveränitätsrisiken, die wichtigsten Handlungsoptionen zu deren Reduzierung sowie die damit zusammenhängenden Trade-Offs.
Der Workshop richtet sich an Führungskräfte, Entscheiderinnen und Entscheider aus Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung, die sich mit den Herausforderungen digitaler Souveränität auseinandersetzen.
Konkret vermittelt der Workshop die wichtigsten Konzepte, Risiken und Handlungsoptionen rund um digitale Souveränität und ordnet aktuelle Debatten aus Technologie, Wirtschaft, Regulierung und Geopolitik in einen gemeinsamen Zusammenhang ein:
- Digitale Lieferkette: Innovationstreiber und Abhängigkeitsrisiko zugleich.
- Risikokategorien: Cyber-Verwundbarkeit, Betriebsunterbrechungen, Know-how-Verlust, regulatorische Risiken, Denial of Access und Vendor Lock-in.
- Lösungsoptionen und Trade-Offs: Open Source, Insourcing, Outsourcing, Verschlüsselung, Lieferkettenkontrolle und smarte Architekturen.
- Praxisbeispiele aus Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung.
Wann und wo?
13.10.26 | 11:00 - 13:00 Uhr
Ort: hub27 (Messegelände Berlin), Raum Gamma 6
Ziele
- Teilnehmende verstehen die wichtigsten Konzepte und Begrifflichkeiten der digitalen Souveränität.
- Teilnehmende kennen die zentralen Risiken digitaler Abhängigkeiten und deren Ursachen.
- Teilnehmende kennen die wichtigsten Handlungsoptionen zur Stärkung digitaler Souveränität sowie die damit verbundenen Zielkonflikte.
Referent

Gregor Schumacher ist ein deutscher Technologie-Stratege, Autor und Vordenker für digitale Souveränität und technologische Transformation. Seine Arbeit untersucht, wie neue Technologien in Wellen in Organisationen einziehen und wie in frühen Phasen der Adoption die entscheidenden Weichen für Wettbewerbsvorteile und strukturelle Abhängigkeiten gestellt werden.
Wie kann ich teilnehmen und muss ich mich anmelden?
Es gibt keine Voranmeldung für die Workshops - kommen Sie einfach vor Ort dazu. Es gilt: "First-come-first serve", pro Workshop gibt es 30 Plätze. Sollten alle Plätze belegt sein, freuen wir uns, Sie in den weiteren Workshops begrüßen zu dürfen.
