KI-Security im Unternehmen: 
Interview mit Referent Kevin Engelhardt

Künstliche Intelligenz ist in vielen Unternehmen bereits fester Bestandteil des Arbeitsalltags, häufig jedoch ohne klare Sicherheitsvorgaben oder definierte Prozesse. Damit steigen auch die Risiken: von Shadow-KI über Datenabfluss bis hin zu KI-gestützten Cyberangriffen. Umso wichtiger ist es, den Einsatz von KI strategisch zu steuern und Sicherheitsaspekte von Anfang an mitzudenken.

Im Interview beantwortet Referent Kevin Engelhardt vier zentrale Fragen rund um den Zertifikatslehrgang „KI-Security – Sicherer Einsatz von KI im Unternehmen“. Er erläutert, warum KI-Security heute ein entscheidender Erfolgsfaktor für Unternehmen ist, welche Herausforderungen Organisationen aktuell beschäftigen und welche Kompetenzen die Teilnehmenden im Lehrgang erwerben.

 

Portrait Kevin Engelhardt

Warum ist das Thema gerade jetzt wichtig?

»Mitarbeiter nutzen KI im Unternehmen, ob es freigegeben ist oder nicht. Meist greifen sie zu eigenen Tools und geben dort Unternehmensdaten ein – ohne sich bewusst zu sein, dass diese Daten damit aus der Kontrolle der Firma raus sind. Bei vielen kostenlosen Diensten landen sie zusätzlich im Training des Anbieters. Datenabfluss über SaaS gibt es schon länger, aber noch nie so einfach, so schnell und so endgültig: Was einmal im Modell oder beim Anbieter liegt, holt keiner zurück.«

Welchen Vorteil hat man, wenn man Ihr Seminar besucht – gegenüber Kollegen ohne diese Ausbildung?

»Man bekommt zwei Werkzeuge an die Hand, die man am nächsten Tag einsetzen kann: eine Checkliste, um KI-Anbieter zu bewerten, und ein Raster, um Use Cases einzuschätzen. Damit entscheidet man über KI-Freigaben nicht mehr aus dem Bauch, sondern nachvollziehbar – freigeben, pilotieren oder stoppen. Diese Entscheidungssicherheit fehlt in den meisten Unternehmen noch.«

Was lernen Teilnehmer bei Ihnen, das sie so in keinem Lehrbuch finden?

»Ehrliche Berichte aus der Praxis auf Augenhöhe und was in Unternehmen wirklich schiefläuft. Dazu der direkte Austausch zwischen Teilnehmern aus verschiedenen Branchen: Wie gehen andere CISOs und Entscheider mit genau diesen Problemen um, was funktioniert bei ihnen, was nicht? Diese ehrlichen Einblicke und das Bild der aktuellen Lage über Branchen hinweg findet man in keinem Buch.«

Welche Denkweise müssen Teilnehmer vielleicht zuerst ablegen, um wirklich Fortschritte zu erzielen?

»Den Reflex „Sicherheit heißt verbieten«. Ein Verbot führt nie dazu, dass KI nicht genutzt wird – nur dazu, dass sie unsichtbar genutzt wird. Wer Shadow-KI loswerden will, muss ermöglichen statt blockieren. Kontrolle kommt über klare Leitplanken, nicht über ein Nein.«

Sie möchten den Einsatz von KI in Ihrem Unternehmen sicher und strategisch gestalten? Das sind die nächsten Termine:

  • 08. – 09. September 2026 | Online
  • 26. – 27. November 2026 | Online

Weitere Informationen zum Lehrgang und die Möglichkeit zur Buchung finden Sie hier: 
KI-Security – Sicherer Einsatz von KI im Unternehmen | Bitkom Akademie