26.07.2022
Die Grundlagen der Nachhaltigkeit in Unternehmen
 
 
 

Die Grundlagen der Nachhaltigkeit in Unternehmen

Nachhaltigkeit ist das Thema der Zeit, wenn es um gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Verantwortung für Unternehmen geht. Aber was definiert den Begriff der Nachhaltigkeit in Unternehmen und wieso sind die entsprechenden Strategien heutzutage nicht nur ein bloßes Beiwerk innerhalb eines erfolgreichen Unternehmens? Clemens Mayer – Gründer von guterzweck.at sowie Referent an der Donau-Universität Krems, der Privatuniversität Schloss Seeburg sowie der Fachhochschule Wiener Neustadt – beantwortet in diesem Artikel die grundlegenden Fragen rund um die Thematik der Nachhaltigkeit in Unternehmen. 
 

Was bedeutet Nachhaltigkeit in Unternehmen?

Das Prinzip der Nachhaltigkeit umfasst im unternehmerischen Kontext drei symbiotische Dimensionen Ökonomie, Ökologie und Soziales.

  • Unter Ökonomie versteht man ein langfristig tragbares Geschäftsmodell und eine solide Finanzgebarung. Die Wirtschaftlichkeit ist die Basis um einen positiven Impact leisten zu können.
     
  • Ökologie orientiert sich daran, keinen Raubbau an der Natur zu betreiben und die natürlichen Regenerationszeiten zu beachten. Darunter fallen unter anderem die Themen Klimaschutz, Umweltschutz, Naturschutz und Tierschutz.
     
  • Soziales Engagement umfasst die Unterstützung sozialer Organisationen, Projekte und Initiativen. Dazu zählen die faire Behandlung der relevanten Stakeholder (Anspruchsgruppen), etwa eine gerechte Bezahlung der Lieferanten und firmeninterne Angebote für Mitarbeiter*innen.
     

Warum sind Nachhaltigkeitsstrategien heutzutage wichtig und notwendig?

Das Thema Nachhaltigkeit hat in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. So wird ein nachhaltiger Grundgedanke mittlerweile seitens des Gesetzgebers gefordert und von der Öffentlichkeit erwartet. Es ergibt also Sinn, sich diesem Thema strategisch zu nähern, um zielgerichtet vorgehen zu können. Eine gelungene und authentische Umsetzung bietet die Möglichkeit, sich von den Mitbewerbern zu differenzieren und das Image zu verbessern.
 

Warum braucht es einen Nachhaltigkeitsbeauftragten im Unternehmen?

Ein Nachhaltigkeitsbeauftragter ist eine zentrale Ansprechperson und Experte innerhalb des Unternehmens. Der Mitarbeiter hat einen umfassenden Einblick in alle relevanten Aspekte der Nachhaltigkeit und bündelt die Kompetenz. In den meisten Fällen berichtet er direkt an die Geschäftsführung.
 

Welche Aufgaben beinhaltet diese Position?

Die Aufgaben des Nachhaltigkeitsbeauftragten sind sehr vielfältig. Er steht in Dialog mit den relevanten Stakeholdern des Unternehmens. Darüber hinaus kennt er die regulatorischen Vorgaben und erarbeitet konkrete Ziele sowie die strategische Implementation und Umsetzung. Auch die Aufbereitung der Aktivitäten (z.B. CSR-Bericht) liegt in seiner Verantwortung. Ein Nachhaltigkeitsverantwortlicher sollte in enger Abstimmung mit der Marketingabteilung stehen, um eine zielgerichtete Kommunikation der Aktivitäten voranzutreiben.

Idealerweise schafft es der Nachhaltigkeitsbeauftragte, das Thema nicht nur extern, sondern auch innerhalb des Unternehmens zu verankern. Dadurch wird die Nachhaltigkeitsstrategie von allen Abteilungen mitgetragen.

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Aus Gründen der Lesbarkeit wurde vom Nachhaltigkeitsbeauftragten gesprochen. Diese Position betrifft selbstverständlich sämtliche Geschlechter gleichermaßen.